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Postmodernes Arschloch

 

Beifahrer der Belanglosigkeit

 

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Beifahrer der Belanglosigkeit

 

 

Beifahrer der Belanglosigkeit Cover

 

 

 

Beifahrer der Belanglosigkeit

 

 

Ein schneller Händedruck – ein Gruss – sag locker: CU
He did it his way – and that’s the way we do
Ein Blick, der nichts bedeutet, ein Kaffee noch Steh’n
Man schickt ein leeres Lächeln im Vorüber geh’n

Um die Augen unterdrückt noch ein Muskel, eine Regung
Wir müssen wieder weiter – bleiben immer in Bewegung
Ein paar junge starke Krieger steh’n versprengt am Horizont
Und sehnen sich vergeblich nach einer klaren Front

Denn ein bisschen Selbstentfaltung, partielle Selbstgestaltung
Ist doch unser gutes Recht auf menschlich-artgerechte Haltung
Auch wenn die eigne Sehnsucht aus dem Herzen emigriert
Nein, ich hab keine Zweifel – ich bin super motiviert.

Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibt’s kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr

Was sollen wir bekämpfen, und was noch kritisier’n
Kritik ist oft auch nur ein Weg um Verantwortung zu delegier’n
Lass die Unersättlichen nach ihren Perlen tauchen
Wir haben doch im Grunde alles, alles was wir brauchen

Ein bisschen Sehnsucht zum verpfänden – und ein paar Taten an den Händen
Die schmutzig machen
Auf dem Dach erhängte Klagen – und ein paar verdrängte Fragen
Die stutzig machen

Ne Handvoll Treibsand fürs Getriebe – und ein halbes Kilo Liebe
zum selber Mischen
ein Stück Mut mit Schweissschutzbrille – und ne Packung freier Wille
zum Arschauswischen

Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibt’s kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr

Unsre Vorsicht ist das letzte bisschen Rest – von unsrem Spürsinn
Ich signalisier, dass ich eventuell „dafür“ bin
Wenn wir das „wohin“ ungenauer definier’n
Schliesslich will man sich doch nicht durch Bedingungen blockier’n!

Selbst ein guter alter Freund, der im Strom der Jahre abtreibt
Ist doch nichts als ein Betrag, den man von der Steuer abschreibt
Ja, wir waren einmal eng, und die Erinnerung ist schön
Aber irgendwann muss jeder wieder seine Wege gehen

Denn das ist unser Los.
Und das ist unsere kleine Zeit.
Und wir haben eben Angst vor jeglicher Verbindlichkeit
Wenn ich eine Gruppe wär, dann würde ich was schrei’n
Doch in meinem Pass steht: „Du bist ganz allein“

Wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
für den Hunger unserer Seelen gibt’s kein Brot mehr
Wir sind innerlich steril,
doch unser Zustand bleibt stabil
Es gibt kein Ziel bei diesem Spiel
und wir erwarten auch nicht viel
Denn wir sind Beifahrer der Belanglosigkeit
Und rollen vorwärts, als ob alles im Lot wär
Nur unsere Liebe ist unsre letzte Notwehr

 

Aus: Lieder eines Postmodernen Arschlochs - wortfront 2006
Gesang: Sandra Kreisler, Text und Musik: Roger Stein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Album (Audio CD)

Lieder eines Postmodernen
Arschlochs (2006)
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Album (Audio CD)
Penetrant Besinnlich (2006)
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